deDeutsch12.02.2026
Im Rahmen der Weiterbildungsreihe «Brandaktuell: Brandschutz im Holzbau» gaben Yves Schihin und Andreas Burgherr Einblicke in Planung, Umsetzung und gebaute Beispiele aus der Schweiz. Im Fokus standen robuste Konzepte, Systematik und der integrale Ansatz im mehrgeschossigen Holzbau.
Im dreitägigen Kurs derFH Kärnten im Rahmen vonInterreg Slovenia–Österreich LifeLongWood vermittelten Yves Schihin vonOxid Architektur und Andreas Burgherr von Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG praxisnahe Einblicke in Brandschutz und Architektur im Holzbau. Rund 20 Teilnehmende setzten sich im Rahmen ihrer Weiterbildung vertieft mit aktuellen Entwicklungen auseinander.
Andreas Burgherr zeigte die Grundlagen des Brandschutzes im Schweizer Holzbau: Brandverhalten von Holz, typische Schadensbilder sowie Schutzziele und Nachweiskonzepte. Im Zentrum stand der systematische Umgang mit Brandlast, Hohlräumen und konstruktiven Lösungen. Entscheidend ist eine robuste Bauweise, die berechenbares und kontrollierbares Brandverhalten ermöglicht.
Im gemeinsamen Teil präsentierteYves Schihin ausgewählte Projekte der letzten 15 Jahre. Anhand realisierter Wohn- und Umnutzungsbauten erläuterte er architektonische Strategien, etwa kompakte Typologien, klare Erschliessungssysteme oder gezielte Kombinationen von Holz und mineralischen Bauteilen.Andreas Burgherr kommentierte dazu die spezifischen Anforderungen der Brandschutzlösungen – vom Entwurf bis zur Umsetzung, praxisnah aus erster Hand.
Das Micro Credential «BRANDAKTUELL – Brandschutz im Holzbau» vermittelte kompaktes, praxisnahes und interdisziplinäres Wissen rund um den Brandschutz im modernen Holzbau. Das positive Feedback bestätigte den hohen Bedarf an praxisnaher Weiterbildung im modernen Holzbau.
Ein Highlight für die Teilnehmenden war insbesondere auch der Besuch des Brandlabors der MA39 in Wien mit Live-Brandversuchen.
© Bilder: FH Kärnten | Veranstalter
Im Rahmen des Projekts LifeLongWood wurde das Pilotprojekt von Sonja Hohengasser (Professur für Architektur) und Richard Woschitz (Stiftungsprofessur für innovativen und nachhaltigen Holzbau) entwickelt und erfolgreich umgesetzt. LifeLongWood wird im Rahmen des Interreg-Programms Slowenien–Österreich umgesetzt und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Ziel ist es, grenzüberschreitende Kooperationen zu stärken und die Potenziale von Holz in Rohstoffnutzung und Berufsbildung zu erschließen.